Die Wahrnehmung

Es gibt sehr viel Literatur über das positive Denken, das in einigen Bereichen so weit geht, daß man das Übel gar nicht mehr WAHR nimmt.

Z. B. Mir wird der Arbeitsplatz gekündigt, ich fahre nach Hause und baue ein Unfall, und zu Hause angekommen, finde ich meine Frau mit meinem besten Freund im Bett.

HEUT IST DER SCHÖNSTE TAG IN MEINEM LEBEN!

Man kann positiv denken, man kann negativ denken, und man kann im Geiste über den irdischen Dingen stehen.

Nur positiv denken ist genau so falsch wie nur negativ denken. Beides ist eine EINSEITIGE Wahrnehmung, und dem zufolge eine EIGESCHRENKTE Wahrnehmung.

Unsere Bankmanager haben sicher NUR positiv gedacht (im Sinne von Gewinnmaximierung für sICH (EGO)), und doch haben sie die Banken in den Ruin getrieben. Ganz einfach, weil sie vor lauter positiv denken die Gefahren nicht mehr WAHR genommen haben.
Genau so, wie der negativ Denker das Schöne nicht mehr WAHR nimmt.

Man muß BEIDES erkennen und verstehen, um das GANZE wahr zu nehmen.

Wasser ist weder gut noch schlecht, aber ich kann meinen Durst damit löschen, ich kann aber auch darin ertrinken. Feuer ist weder gut noch schlecht, aber ich kann mich daran erwärmen, und ich kann mich daran verbrennen.

Im Buddhismus wird der Weg der MITTE gezeigt. Ist es nicht klar, wenn man die MITTE finden will, daß man zuvor BEIDE Seiten kennen gelernt haben muß!?

Die materielle Welt IST polarisiert (gut-böse, schnell-langsam, warm-kalt, usw.)
Doch im Leben geht es nicht darum, eine Seite zu negieren und nicht mehr für WAHR zu halten, sondern darum, sich im Geiste von einem vermeintlichen Gut oder Böse NICHT mehr beeinflussen zu lassen.

Es geht um die BEFREIUNG des Geistes, und nicht um die EINSCHRENKUNG der Wahrnehmung.

Mehr dazu in meinen Büchern.

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©Demetrius Degen

 


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