Entstehung der Ich-Vorstellung:

Entstehen der ICH-Vorstellung (Ego):

Ein Kleinkind lebt zunächst in einem harmonischen und glücklichen Zustand, geistig im wahren Selbst verankert. Das Kind ist glücklich, weiß aber nicht, daß es Glücklich ist - also unbewusst.
Dann kommt die Erziehung - die Beeinflussung von den Eltern, und später vom Umfeld.
Das Kind baut mit Legosteinen ein schönes Haus, und die Mutter sagt: Das hast DU aber schön gemacht. Dadurch entsteht dem Kind zum ersten mal der Gedanke (im Verstand) ICH habe etwas gutes vollbracht. Wenn ICH etwas leiste, bekomme ich eine Anerkennung von meiner Mutter. Das ist der Beginn der ICH-Vorstellung. Dann wird dem Kind beigebracht: Das ist DEIN und das ist MEIN. Somit entsteht dem Kind der Gedanke (die Vorstellung) von BESITZ und Eigentum. Auch wieder eine ICH-Vorstellung. Jetzt geht dem Kind das erste Mal ein Legostein verloren - und schon glaubt das Kind, dass es etwas von sICH verloren hat. Es entsteht ihm Leid und Angst vor Verlust. Dadurch entsteht der Gedanke: ICH habe etwas verloren, und will es wieder haben. Dadurch entsteht BEGEHREN für sICH. Gleiches geschieht mit dem "Legohaus", das zunächst von der Mutter so bewundert wurde. Plötzlich wird dieses "Legohaus" gar nicht mehr bewundert - es wird zur SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT für die Mutter. Dem Kind entsteht der Gedanke: Mein "Legohaus" ist nicht mehr gut genug. Dadurch geht mir das Lob der Mutter verloren. Somit strengt sich das Kind an, ein schöneres "Legohaus" zu bauen, um wieder von der Mutter gelobt zu werden. So entsteht der Kampf und die Anstrengung. Das ist das Ergebnis der ICH-Vorstellung (Kampf, Anstrengung, Angst, Leid), die auf Gewinn oder Verlust beruht. Diese ICH-Vorstellung baut der Mensch im Laufe seines Lebens SELBST auf und wächst bis ins unermessliche.

Der Aufbau des Egos (der ICH-Vorstelung) entsteht erst, wenn das Kind NICHT mehr über das Selbst wahr nimmt, aus dem wahren Selbst lebt, sondern über die Sinne wahr nimmt (im Sinne von: ICH halte das für WAHR). Die Wahrnehmung war zunächst von INNEN - aus dem wahren Selbst (Seele), und jetzt kommt die Wahrnehmung von AUSSEN über die Sinne in den VERSTAND.
Da die Sinne nur materielles, und nicht spirituelles wahr nehmun können, unterliegt der menschliche Geist dem Einfluß der materiellen Welt. Es entsteht eine persönliche ICH-Vorstellung - es entsteht der Selbsterhaltungstrieb - es entsteht der Arterhaltungstrieb - es entsteht ANGST.

Diese persönliche Ichvorstellung, legt sich bildlich zwischen den menschlichen Geist (Verstand) und das wahre Selbst (unsere Seele - göttlicher Geist). Diese Ichvorstellung (auch als falsches Ich bezeichnet - weil es eine Illusion ist), verhindert nun, daß das "Licht" der Erkenntnis aus dem göttlichen Geist in den menschlichen Geist vordringt. Dieses "zudecken" des wahren Selbst wird in der indischen Philosophie als "Schleier der Maya" bezeichnet.

Dieser "Schleier" wirkt gewissermasen als "Filter", und verhindert wahre Erkenntnis aus dem Selbst.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.


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