Wissen vom Leben:

Manchmal gibt es Momente, wo ich dieses vollkommene Vertrauen zu Gott, zu mir selbst und zu anderen Menschen glaube zu spüren und doch sind es eben nur Momente und nicht ein immerwährender Zustand, wie ich ihn mir wünsche. Sobald man sich etwas wünscht, möchte man schon wieder etwas haben und das bedeutet schon wieder Bindung. „Wünsche“???

Wir dürfen uns ALLES wünschen! Nur NICHTS erwarten! Das ist das Problem. Im eigentlichen Sinne machen wir es umgekehrt (Gegensätze Geist und Materie). Wir erwarten, aber wir wünschen uns nichts. Wir machen etwas, und ERWARTEN, dass wir Erfolg haben, oder dass wir etwas dafür bekommen. Das ist die Irdische Art und Gewohnheit. Im Geistigen machen wir, und WÜNSCHEN, dass es zum Erfolg kommt. Jesus: Um alles, was Ihr meinen Vater in MEINEM Namen bitten werdet, wird er Euch geben! Eben! Das BITTEN haben wir verlernt! Wir sagen nur noch: ICH bringe eine Leistung, und dafür will ich auch etwas haben. Somit ERWARTUNG auf eine LEISTUNG. So, und dann sehen wir, der Andere bringt vielleicht eine bessere LEISTUNG, und schon fühlen wir uns MINDERWERTIG. Das ist das Prinzip und das Ergebnis unserer Leistungsgesellschaft, dass wir uns MINDERWERTIG fühlen, weil wir eine gewisse Leistung nicht so bringen, wie sie von der Allgemeinheit ERWARTET wird. „Alles“ in unserer Gesellschaft ist NUR Erwartungshaltung – für sICH! Also genau das FALSCHE! Erwarte NICHTS! Lasse es KOMMEN, sei OFFEN, und lasse ALLES zu, hab keine ANGST. Das ist das wichtigste Prinzip. Und dann WÜNSCHE Dir, was immer Du willst und BITTE, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Aber ERWARTE NICHTS! Der Buddha spricht hier übrigens von Erwägungsfrei! Das Prinzip ist ganz EINFACH. All unsere Wünsche gehen in Erfüllung, wenn wir sie nur kommen lassen! Wenn wir darum KÄMPFEN, um etwas zu ERREICHEN oder zu BEWIRKEN, dann müssen wir es SELBST (die Person) machen. Dann sagt der Gott: Ach toll, DU hältst Dich für schlau, für gut, für raffiniert, für stark, für mächtig ... dann mach mal! Und so muss der Mensch der nur SEIN falsches ICH sieht, und der sICH für den Verursacher hält, alles SELBST machen, muss sich anstrengen und kämpfen. Wer sICH (die Person, das EGO) nicht für den Verursacher hält, sondern nur seine Aufgabe erfüllt, und um das was er braucht BITTET - sich WÜNSCHT, dem wird es ohne EIGENE Anstrengung gegeben! Da gibt es eine schöne Aussage in einem Buch von Hermann Hesse „Siddharta“. (sehr zu empfehlen): Ich kann DENKEN, ich kann GLAUBEN, ich kann WARTEN! Das sagt eigentlich alles aus. Ich kann mir in Gedanken eine Vorstellung machen, dann muss ich daran glauben, und dann muss ich nur noch VERTRAUEND warten können, bis es zum Entstehen kommt. Dieses Vertrauen in Gott, in sich Selbst und in die Menschen, geht immer dann verloren, wenn das Ego erwacht. So ist dieses universelle Vertrauen zunächst nicht DAUERHAFT zu halten, und gerade der Gedanke: ICH WILL Vertrauen haben, ist schon wieder hinderlich. Einen gerade einmal gewonnenen Zustand – sei es durch Meditation oder andere Ereignisse – HALTEN oder wieder erreichen zu WOLLEN, verhindert, dass dieser Zustand wieder erreicht wird. Da es ja das EGO ist, welches diesen Zustand haben will. Zustände sind also nicht zu halten. Sie kommen und gehen entsprechend von Anhaftung und Loslassen. Doch eine gewonnene Erkenntnis zu halten, und nach dieser zu LEBEN, das ist zu halten.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.