Wissen vom Leben:

Ich hätte eine Frage zum Thema Geistheilung, wenn man die von Gott erhaltenen Fähigkeiten einsetzt um Menschen von ihren Krankheiten zu heilen, bedeutet das nicht einen Eingriff in das geschaffene Karma dieser Person ? Darf ein Mensch überhaupt in ein Karma des Anderen in irgend einer weise eingreifen ?

Es gibt speziell in den hinduistischen Vorstellung diese Auffassung, die Du hier befragst. Diese Menschen meinen dann - im Extremfall - wenn sie jemandem helfen, greifen sie in dieses Karma ein. Sicher hat jeder seine Aufgabe (gegeben vom Karma), etwas in diesem Leben zu lernen. Doch! Sind wir nicht ALLE durch unser Karma VERBUNDEN? Wir treffen jemanden (das könnte mein Lebensgefährte sein). Was soll ich nun tun? Soll ich ihn zurückweisen, oder mit ihm einen Kaffe trinken? Ist das nicht MEINE Entscheidung, die ich in diesem Augenblick treffe? Soll ich einen Menschen zurückweisen, der nett zu mir ist, nur auf Grund dessen, dass ich nicht in sein Karma eingreifen möchte? Wenn ich also etwas, das gut und hilfreich zu mir kommt nicht zurückweise, WARUM sollte ich einen Menschen zurückweisen, der Hilfe von mir erbittet? Wenn man so will, ist JEDE zwischenmenschliche Beziehung ein Eingriff in das Karma des Anderen! Denn wir verändern immer irgend etwas, und sei es nur ein Gedanke. Wenn das Karma für das nächste Leben aufgebaut wird, (körperlose geistige Welt) werden ALLE sogenannten Zufälle, bei denen man mit jemandem zusammen trifft, schon enthalten sein. Jedes Treffen mit einer „fremden“ Person, kann eine Karmaauswirkung sein! Ob das nun der Generaldirektor ist, oder der Bettler auf der Straße. Es ist dann IMMER unsere Entscheidung, WIE wir darauf reagieren. Das können Chancen sein um „reich“ zu werden, und es können Chancen sein, um „mildtätig oder hilfreich“ zu sein. WER kann das wissen? Es ist IMMER unsere Entscheidung, in DIESEM Augenblick. Somit kann ich NICHT sagen: Ich greife in kein Karma ein. Wir greifen Täglich und Stündlich in JEDES Karma ein. Es ist alles ein Zusammenspiel, und wir BEEINFLUSSEN uns immer gegenseitig. Wenn ich hier schreibe, beeinflusse ich Dich, und was Du schreibst, beeinflusst mich. Es ist IMMER eine wechselhafte Beziehung. Daher ist es uns UNMÖGLICH, das Karma des Anderen - mit dem wir in „Berührung“ kommen, NICHT zu beeinflussen. Wenn es also gegeben ist, dass wir die Möglichkeit haben, irgendjemandem zu helfen, dann sollten wir es auch tun! Denn es lag im Karma, dass wir uns getroffen haben. Wobei man sagen muss, dass der Helfende nicht der Bessere sein muss! Zumindest sollte er SICH nicht so sehen! Wenn es keinen Nehmenden geben würde, WIE könnten wir dann GEBEN? Wie könnten wir Mildtätigkeit beweisen, wenn es keine armen Mensche geben würde? So sollten wir dem Nehmenden DANKEN, dass wir geben DÜRFEN - denn ohne Ihn könnten wir das garnicht! Wie könnten wir eine gute Tat begehen, wenn es keinen geben würde, der eine gute Tat DANKBAR annimmt? Das Problem ist nur hier, dass es fast keinen mehr gibt, der etwas DANKBAR annehmen kann. Oft wird mit Verachtung gegeben, und mit Selbstverachtung genommen. Somit wird in zweifacher Hinsicht VERACHTET. Der Gebende fühlt sich ERHABEN, und der Nehmende fühlt sich ERNIEDRIGT. So wie bei Arbeitgeber und Arbeitnehmer. KEINER ist ohne den Anderen existenzfähig! Sie brauchen sich gegenseitig! Und JEDER muss dem Anderen DANKEN! Der Eine für gute Arbeit, der Andere für guten Lohn. Doch die Arbeitgeber fühlen sich ERHABEN, und die Arbeitnehmer fühlen sich ERNIEDRIGT - ABHÄNGIG. So ist das heute. Das sind dann eben die zwei Pole, auf denen alles irdische beruht. Das Problem ist nur, dass sich dann der Gebende dem Nehmenden ÜBERLEGEN fühlt (und das ist das FALSCHE). Oder dass sich der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ÜBERLEGEN fühlt (auch das ist das FALSCHE). Beide sind voneinander ABHÄNGIG! Beziehungsweise, es sind die ERGÄNZUNGSHÄLFTEN! So sind wir alles Ergänzungshälften in der einen oder anderen Beziehung, und wir geben und nehmen uns gegenseitig etwas. Daher ist klar, dass wir uns IMMER gegenseitig in das Karma des Anderen „einmischen“. Ob wir wollen oder nicht. Jedes Wort und jede Tat, beeinflusst den Anderen, mit dem wir in Berührung kommen. Also, wenn wir einem Menschen etwas schlechtes antun können, dann können wir ihm auch etwas gutes antun. („Heilen“ sofern wir die Möglichkeit haben).

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.