Wissen vom Leben:

Wenn ich daran denke, dass Menschen Jahrzehnte in einer Höhle verbringen und meditieren, da kann ich mir schon vorstellen, dass diese kein Karma mehr erzeugen,

Auch das ist eine falsche Vorstellung!!! Da kam der Buddha zu einem, der auch so zurückgezogen im Wald lebte, und er nannte ihn ein zu ZWEIT lebender. Dieser so angesprochene war entrüstet, und schimpfte mit dem Buddha. Der aber sagte (nicht wörtlich): Selbst wenn einer sich in die Einsamkeit zurück zieht, aber noch das BEGEHREN nach sinnlichen Genüssen hat, dann ist er KEIN alleine lebender, sondern das Begehren - die LUST, ist der Zweite! Ein ALLEINE lebender, ist eigentlich einer, der NUR noch in seinem göttlichen Geist lebt. Der Zweite ist das falsche ICH. So sind wir IMMER ein zu Zweit lebender, so lange das (zweite Ich) Ego nicht überwunden ist - EGAL, wo wir leben! Auch ich habe mich zwei mal von der Welt zurück gezogen, und man braucht das auch mal, um alles zu sortieren und in Ruhe zu durchdenken. Doch dann muss es auch damit genug sein, und man muss wieder in die Welt. Dieses sich zurückziehen, wird in der Bibel immer mit dem Gang in die Wüste bezeichnet - aber man muss auch immer wieder aus dieser Wüste hervorkommen. Das Leben bedeutet doch Erfahrungen sammeln, und dann aus den Erfahrungswerten eine Erkenntnis gewinnen. Man kann es auch sehen wie im Wald Früchte (verderben schnell) sammeln, und dann nach Hause gehen, und aus den Früchten eine Marmelade (hält über Jahre) herstellen. Die Früchte verderben schnell – so wie eine Erfahrung auch schnell wieder verloren geht. Die Marmelade hält bedeutend länger – so wie eine ein mal gewonnene Erkenntnis nie mehr verloren geht. Wer nur Früchte sammelt, und diese nicht verarbeitet, hat im Endeffekt nichts davon. Wer nur Marmelade kochen will, dem gehen sehr schnell die Früchte aus. Wer also im Leben kontinuierlich Wissen und Erfahrung sammelt, aber daraus keine Erkenntnis gewinnt (sich keine Ruhepause, kein Verarbeiten gönnt), hat am Ende nichts davon. Wer immer nur zurückgezogen lebt, der gewinnt weder Erfahrung noch Wissen (mangels Lebensaktivität). Was sollte er also zu verdauen haben? Ein weiteres Beispiel: Wenn Du Korn sammelst, und Mehl bekommen willst, musst Du immer Korn nachfüllen. Jetzt kann natürlich passieren, dass Du nicht so schnell mahlen kannst, wie Korn gesammelt wird. Dann zieht man sich halt mal für eine Zeit zurück, (sammelt nicht mehr) und mahlt nur noch das vorhandene Korn. Doch wenn das Korn ausgeht - was soll es dann nützen, wenn ich weiterhin nicht Sammle? Ich bekomme dann auch kein Mehl mehr. Also muss ich wieder RAUS, und Korn sammeln. Doch genau so schlecht ist NUR zu sammeln, und nicht zu malen. Das entspricht unserer heutigen Zeit, in der wir mit Informationen regelrecht ZUGEWORFEN werden, und keine Zeit mehr bleibt, diese Informationen zu verarbeiten!!! (besonders die Jugend) Auch hier: Der GOLDENE Mittelweg. Auch hier gehört wie immer beides ZUSAMMEN. Der Mensch braucht Tätigkeit in der Welt, aus der Er seine Erfahrungen holt, und dann braucht er Abgeschiedenheit von der Welt, um die Erfahrungen richtig verarbeiten zu können. Was das Karma betrifft – So lange ein Ego (persönliche ICH-Vorstellung) und dem entsprechend das Begehren – die Lust - vorhanden ist, wird auch ein Karma erzeugt. Denn das ICH ist BEGEHREN. So kann jemand sich von Wurzeln ernähren, und hat doch das Begehren nach Leberwurst. So kann einer in einer Höhle Leben, und hat doch das Begehren nach einer Holzhütte. So kann einer in Lumpen gehüllt sein, und hat doch das Begehren nach warmer Kleidung. So kann einer barfuss gehen, und hat doch das Begehren nach seinem Mercedes. Das sICH ferne halten (ob in einem Kloster, oder in einem Ashram) oder das Aufgeben (als Opfer), von dem was man BEGEHRT, bringt nichts, so lange eben das Begehren noch vorhanden ist.

Man kann sich in die tiefste Höhle zurück ziehen, sein Begehren nimmt man mit.

Einen weiteren Grund gibt es, warum z. B. in einem Kloster die Vollendung NICHT erreicht werden kann. Wer in einem Kloster, gut abgesichert in Speise, Wohnung und Kleidung (wenn auch ohne Besitz) lebt, was glaubst Du, kann ein solcher Mensch die SORGEN um Morgen überwinden? Kann er eine Existenzangst überwinden? Dieses ist nicht möglich! Und warum ist das nicht möglich? Weil diese Menschen diese Art von Problemen und Ängsten nie kennen lernen, denn geschützt sind sie ja in dieser Beziehung. Darum lernen sie nicht die Ursache kennen, darum lernen sie nicht Ihre Fessel kennen und darum können sie auch keine Bindung lösen. Für diese ist es nicht möglich, in FREIHEIT – FREI von ANGST zu leben. Denn ...

Sie sind gefesselt, obwohl sie ihre Fessel nicht kennen.

Wenn aber der Vater oder die Mutter, FREI lebend, sich Sorgen um die Ernährung der Familie macht – wenn sie schreckliche Existenzangst kennen lernen, und sich darüber Sorgen, ob sie am nächsten Tag noch zu Essen haben. Ist es dann möglich, diese Sorgen oder diese Existenzangst zu überwinden? Sicher ist das möglich. Denn diese lernen die Ängste kennen. Lernen die Ursache kennen, lernen Ihre Fesseln kennen. Diese haben sehr wohl die Möglichkeit, ihre Bindungen zu überwinden. Für diese ist es möglich, letztendlich FREI von ANGST zu leben.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.