Wissen vom Leben:

Kinder sind noch nicht mit Wissen und Erfahrung belastet, darum stellt sich für mich die Frage, ob nicht auch das viele Wissen eine Behinderung in der spirituellen Entwicklung darstellt.

Ich glaube bei Lao-Tse steht ... der stellt das Lernen ein. Im Übrigen spricht sich „jeder“ geistig hochstehende Mensch gegen diese reinen Theoretiker aus. Bibel: Hört nicht auf die Pharisäer und Schriftgelehrten (Doktoren und Professoren). Ein rein studierter Mensch ist noch nie zu hoher Erkenntnis gekommen. Heute wird die Jugend ohne Zweifel mit Wissen ZUGESCHÜTTET. Die Sinneswahrnehmung wird nur auf das Äußere gerichtet, und das Innere (WAHRES SELBST) wird nicht mehr erkannt.
Im Materiellen brauchen ein Wissen, das uns befähigt, unseren Körper zu ernähren (Beruf) ... aber das reicht dann eigentlich schon aus. Im Geistigen brauchen wir das Wissen über die universellen Prinzipien (Recht und Unrecht - WARUM) ... auch das genügt schon. Dann müssen wir nach den richtig erkannten Prinzipien LEBEN! Denn NUR das LEBEN nach den richtig erkannten Prinzipien, bringt uns die Erfahrungswerte, die wir benötigen. Das ist dann auch der Unterschied zwischen Theorie (die grau ist) und Praxis. Ein Theoretiker LERNT nur, aber lebt nur selten danach. Somit gewinnt er keine Erfahrung.

Wer täglich die Bibel oder Bhagavad Gita (Buddha usw.) liest, aber nicht danach lebt, mag diese Schriften irgendwann auswendig beherrschen, doch er wird nichts verstehen.

Ein Praktiker liest was er braucht, und LEBT dann danach. Dadurch gewinnt er mit WENIG Wissen viel mehr Erfahrung. Buddha sagt: Nachdem ich bei dieser Sache das Erkennbare erkannt hatte, ging ich WEITER und blieb nicht stehen – ich verweilte nicht dabei. Es ist unmöglich, Philosophie, Psychologie oder Religion (Priester - Bischof) zu STUDIEREN! Da gerade diese Sachen NUR in der Praxis (durch Ausübung) erfahren werden können. Was haben wir heute? Nur noch Theoretiker, ohne Zweifel mit sehr viel Wissen, doch ohne Verständnis für das, was sie gelesen und gelernt haben. Es wurde ein Studium mit Prüfung daraus gemacht. Doch es gibt gerade in diesen Bereichen Dinge, die eben nicht studiert werden können, sondern nur aus dem Leben ERFAHRBAR sind. Gesetze kann ich studieren ... aber sicherlich NICHT Rechtsprechung! Wir haben heute Richter, die eine Gesetzsprechung machen, aber sicherlich keine RECHTsprechung.
Es gibt Wissen, das vergänglich ist – also keinen Bestand hat für die Ewigkeit. Dazu gehört z. B. ein Wissen über die Hauptstätte, oder Länge der Flüsse, Höhe der Berge, usw. Denn das ist vergängliches Wissen, und damit unnötig. Auch Gesetze des Staates sind vergänglich, und unterliegen der Veränderung. Genau so wie ein Wissen über Computertechnik vergänglich ist. Eben all dieses Kurzlebige, das gerade heute so gezüchtet wird – Handys und „Superstars“. Noch kurzlebiger ist natürlich ein Ergebnis der Bundesliga, oder eine Rangliste der Hits (Charts), oder was gerade als INN bezeichnet wird – womit sich aber leider gerade die Jugend den Kopf zuschütten lässt. Das alles ist eigentlich hinderlich auf dem Weg, und muss bei einer geistigen Weiterentwicklung immer mehr zur Unwichtigkeit werden. Es gibt aber ein Wissen, das BESTAND hat – für alle Ewigkeit. Das ist ein Wissen über diese Dinge, die sich auch in Jahrmillionen nicht ändern werden. Dazu gehören selbstverständlich die universellen Gesetze und Prinzipien, welche in den großen Religionen gezeigt werden, oder auch aus Aussagen von wirklich großen Denkern zu entnehmen sind. Natürlich auch alle Naturgesetze – wie die Jahreszeiten, die Gezeiten, der Magnetismus, usw. Somit geht ein Wissen über die Natur, die Naturprinzipien – und Wissen über Religion, die göttlichen Prinzipien – nie verloren, da es sich nicht verändert. Unveränderliches Wissen kommt aus der Psychologie, der Philosophie, der Religion, und den Naturwissenschaften – sofern diese sich mit den universellen Prinzipien von Ursache und Wirkung befassen (Tiere, Pflanzen, Chemie, Physik, usw.) Veränderliches Wissen kommt aus der aktuellen Entwicklung der, Technik, der Gesetzgebung, der Sportergebnisse, der Hitlisten, der Modeerscheinungen, der Trends, auch der Wissenschaften – welche sich auf aktuelle Erkenntnisse beziehen, nur Telwissen ist, und nicht das Ganze erkennt. (Ursache von Krankheiten, Genforschung, usw.). Dieses VERÄNDERLICHE Wissen ist schlichtweg unnötig, und dient in erster Linie dem Profit und der Marktwirtschaft. Zu lernen ist hier nur die Nutzung (des Computers – des Videorekorders, der Waschmaschine, des Autos, usw.) und die Unterscheidung, was wirklich notwendig und was nicht notwendig ist. Das BESTÄNDIGE Wissen ist notwendig, und dient der geistigen Weiterentwicklung des Menschen. Zu lernen ist hier zunächst das reine Wissen. Doch weiterführend das ernsthafte Leben nach dem Wissen – woraus die EIGENE Erkenntnis aus dem Leben gewonnen wird. Das Wissen von Anderen (das Nachdenken, was Andere gedacht haben) dient nur dazu, um festzustellen, was man selbst schon erkannt hat, und was man noch nicht erkannt hat. Ansonsten hilft es nicht. Es zeigt einem, wie weit man selbst ist, und wie weit Andere waren.

Das Nachdenken ist wie ein Nachkauen, was Andere schon VERDAUT haben. Der geistig strebende Mensch VERDAUT SELBST.

Eine gewonnene Erkenntnis geht nicht verloren. Zum beständigen „Wissen“ gehören auch die erlernten Fähigkeiten und Talente. Im eigentlichen Sinne jede KUNST – Fertigkeit. Man kann davon ausgehen, dass jeder große Künstler seine Fähigkeit schon über Hunderte oder Tausende von Leben ausgeübt hat. Diese Dinge wie Malen, Bildhauen, Modellieren, Schreiben, Komponieren, Singen, Musizieren usw. sind Fähigkeiten, die sich ein individuelles Selbst über viele Leben angeeignet und immer weiter verbessert hat. Das ist nur darum möglich, weil diese Dinge (Malen usw.) sich nicht verändern. Denn es ist die Fähigkeit, geistige Inspiration in ein Medium (Bild, Musik, Text, Skulptur, (heute auch Film) usw.) zu übertragen. Die Fähigkeit, mit den Farben um zu gehen, bleibt also erhalten. Was sich verändern mag, sind die Motive. Die Fähigkeit, mit Noten umzugehen, bleibt erhalten. Was sich verändert ist der Takt. Die Fähigkeit einer Gestaltung bleibt erhalten. Was sich verändert ist das Material.

©Demetrius Degen


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Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.