Kreislauf - Natur und Kapital:

ALLES in der Natur unterliegt Kreisläufen. Das einfachste Beispiel ist das Wasser.

Alle Flüsse fliesen letztendlich in das Meer. Das Wasser des Meeres verdunstet wieder an der Oberfläche, und steigt in die Luft als Luftfeuchtigkeit. In den höheren Regionen sammelt sich diese Feuchtigkeit wieder an feinen Staubpartikeln (je nach Temperatur) zu Tropfen, Schnee oder Hagel, welche dann wieder zur Erde fallen. Nur die mit Wasser befeuchtete Erde, kann Pflanzen jeglicher Art wachsen lassen. Das übrige Wasser sammelt sich wieder in Flüssen, und fließt in das Meer. Der Kreislauf ist GESCHLOSSEN.

Auf diese Art und Weise verhält es sich auch mit dem Kapital. Auch das Kapital, "fließt" automatisch zu den Reichen. Doch hier wird dann der Kreislauf unterbrochen, weil die Reichen das Kapital HORTEN. Sinnbildlich wäre das so, wie wenn das Meer nicht mehr verdunsten würde. Die Folge wäre, daß das Land und die Flüsse austrocknen würden, keine Pflanzen mehr wachsen würden, und der Meeresspiegel ansteigen würde. Letztendlich hätten wir nur noch trockenes Land und Meer.
Daher werden auch die Armen immer ärmer, und die Reichen immer reicher, weil in unserem System das Kapital durch falsche Gesetzgebung GEHORTET werden kann - und wird. Wenn wir so weiter machen, werden wir bald wirklich 99% arme und 1% reiche haben. Wenn die Masse des Volkes aber arm ist, hat es auch nichts mehr zu verlieren. Wenn die Masse nichts mehr zu verlieren hat, wird sie zwangsläufig rebellieren.

Es gab die Aussage: "Der Rubel muß rollen". Was nichts anderes bedeutet, als daß das Kapital nicht gehortet werden sollte. Mir sagte mal jemand: "Die erste Million ist die schwerste". Ja sicher, weil von diesem Zeitpunkt an, das "Geld" arbeitet. Wie könnte Geld arbeiten??? Geld arbeitet nicht - aber die Gesetze der Marktwirtschaft lassen das zu. Je reicher einer wird, um so weniger muß er SELBST arbeiten.

Unsere Politiker gingen von der Voraussetzung aus, der Markt (die Wirtschaft) MUSS unterstützt werden, damit er Arbeitsplätze schafft, die Menschen Geld verdienen, und gut leben können. So lange das in EINEM Land gehandhabt wird, funktioniert das auch. Denn: Würden die Arbeitgeber zu geringe Löhne zahlen, gäbe es bald keinen mehr, der die produzierten Waren kaufen könnte. Der Arbeitgeber würde Konkurs gehen, weil er seine Ware nicht mehr verkauft.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind zwei SEITEN EINER Münze. Hält sich die Politik HERAUS, sind sie IMMER gegenseitig aufeinander angewiesen. Ist ein Bedarf vorhanden, wird sich auch einer finden, der diese Sache produziert. Doch darf diese Sache nicht so teuer werden, daß sie sich keiner leisten kann. Also ist der Arbeitgeber auch GEZWUNGEN, vernünftige (dem Preis des Produkts entsprechend) Löhne zu zahlen. Dieses würde sich von GANZ ALLEINE regulieren. Man muß allerdings auch zulassen, daß Betriebe Konkurs gehen, daß es arbeitslose gibt, und daß der Mensch auch einmal mit Problemen fertig werden muß. Das ist LEBEN!

Erst durch die Grenzöffnungen wurde das verschoben. Der Staat zahle Millionen und gab Steuervergünstigungen, NUR, damit ein Konzern eine Produktionsstätte baut und Arbeitsplätze schafft! Das MUSSTE er aber tun, weil die Konzerne sonst in Indien, China, usw. (Billigländer) produzieren lassen, um in reichen Ländern TEUER verkaufen zu können.
Das war der erste Fehler. Der Markt wurde NICHT für das Volk geöffnet, sondern für die Marktwirtschaft.

Zwischenzeitlich, sind Konzerne, Banken und Versicherungen so mächtig geworden, daß diese von EINEM LAND nicht mehr zu beherrschen sind. Darum nützt es auch nichts mehr, wenn ein Land irgendwelche Gesetze herausbringen will. Wenn wir höhere Steuern verlangen würden, produzieren diese einfach woanders, und die Sache ist erledigt. Gleiches gilt für die Regulierungen der Banken und des Aktienmarktes.
Selbst wenn die Politik eine richtige Lösung hätte (weder Bank, noch Konzern oder Versicherung, darf für ein Land "Systemrelevant" sein. Kein Staat darf in seiner Existenz in ABHÄNGIGKEIT von nur EINEM Konzern, EINER Bank, EINER Versicherung sein.), so müßten sich die Politiker erst einmal EINIG werden, um überhaupt an diesem System etwas verändern zu können. Doch davon sind diese (selbst in der EU) noch sehr weit entfernt.

Da ich aber nicht nur das Übel, sondern auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigen will, hier eine vorstellbare Möglichkeit, wie der KREISLAUF des Kapitals wieder gewährleistet werden kann.
Das reich werden von Privatpersonen, darf mit mehr Kapital nicht leichter werden, sondern muß schwerer gemacht werden.

Also eine Reichtumsbremse: Dazu brauchen wir ganz einfach eine Sozialsteuer.
Wenn wir den Durchschnitt des Bruttolohnes der gesamten Bevölkerung eines Landes nehmen, so brauchen wir nur eine Steuer einzuführen, welche mit 1% anfängt.

Wer den Durchschnittslohn verdient, zahlt 1% als Sozialabgabe. Bei doppelten Durchschnittslohn 2%, bei zehnfachem Durchschnittslohn 10% usw. Also pro Durchschnittslohn 1% mehr. (Als privater Verdienst zählen natürlich nicht nur Löhne, sondern auch Gewinne durch Verpachtung und Vermietung, Handel und Verkauf, Zinsen, usw. eben alles was private Einkünfte sind).
Nach meiner Berechnung kann dann eine Privatperson maximal das 40fache des Durchschnittslohnes verdienen (an Einkünften haben). Bei einem höheren Verdienst würde das kippen, und er verdient Netto weniger als vorher.
Man kann das Ganze auch mit ½ % machen, dann könnte der 80fache Durchschnittslohn verdient werden. Wichtig ist, daß es eine GRENZE der Verdienstmöglichkeit gibt.

Diese Sozialsteuer (was sicherlich eine ganze Menge sein wird), darf NICHT als finanzielle Unterstützung, sondern NUR zum Aufbau von Sozialen Arbeitsplätzen verwendet werden. So würde dieses Kapital wieder in arbeitende Hände geraten, und könnte wieder zu den Reichen fließen. Der Kreislauf ist geschlossen.

Gleiches könnte man in ähnlicher Weise mit Banken, Konzernen und Versicherungen machen - eine Gewinnsteuer - ab einem gewissen Jahresgewinn. Auch das, um ein übermäßiges Wachstum zu verhindern. (lieber 5 Betriebe mit 1000 Mitarbeitern, als ein Betrieb mit 5000 Mitarbeitern in ABHÄNGIGKEIT).
Auch das wäre machbar.

Es gibt Hotelkonzerne mit hunderten von Hotels, die zusammen auch tausende von Mitarbeitern haben. Doch fällt es nicht auf, wenn davon ein Hotel Konkurs geht. Das wird einfach verkauft, und die Mitarbeiter suchen sich einen neuen Arbeitsplatz. Da kräht kein Hahn danach!!! In dieser Art, müßten auch Großkonzerne verwaltet werden. Es darf nicht sein, daß ein Konzern mit mehreren Kaufhäusern auf einen Schlag kaputt geht! Ein unrentables Kaufhaus kann man auch vorher schließen - bevor das GANZE Konzern zusammenbricht, und ALLE Kaufhäuser GLEICHZEITIG geschlossen werden.

So weit ein paar Vorschläge und Denkanstöße. Doch auch hier wäre es zumindest günstiger, dieses auch EU weit einzuführen. Doch da hapert es mit der EINIGKEIT.

Auf jeden Fall sollte ersichtlich sein, daß das Kapital von Oben abgeschöpft werden müßte, damit man es wieder Unten zuführen kann, und der Kreislauf gewährleistet ist. Wird das Kapital gehortet, kann es auf Dauer kein Wachstum mehr geben - so wie keine Pflanzen ohne Regen wachsen, so gibt es auch kein Wirtschaftswachstum ohne Kapital. Nur kann das Kapital zum wachstum nicht kontinuierlich aus der Politik mit immer mehr Schulden kommen, (das wäre so, wie wenn der Gärtner das Wasser von den Pflanzen weg nimmt, und in den Ozean gießt) sondern die Märkte SELBST müssen IHR Kamital wieder FREI geben, (so wie der Ozean das Wasser FREI zum Verdunsten gibt) damit die Wirtschaft auch wachsen kann.

Läßt die Politik ihre Finger haus und schafft RICHTIGE Regulierungen, läuft alles von ganz ALLEINE ab.

In der Natur gibt es KEIN EWIGES WACHSTUM. Sondern nur ein Aufstieg und ein Zerfall, ein heranwachsen und ein sterben. Je mehr ich den Aufstieg künstlich halten und fördern will (Schulden), um so tiefer wird der Zerfall.

Machen wir das nicht freiwillig, wird die Natur dafür sorgen. Das ist nur eine Frage der Zeit. Mit noch mehr Schulden ist das Ganze nur hinaus zu zögern, aber sicher NICHT aufzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen

©Demetrius Degen
23.10.2011

Zitate:

Wir brauchen weder neue Techniken noch Erfindungen,
sondern wir müssen erst einmal lernen, das, was wir haben,
zum Wohle ALLER zu nutzen.

Wenn die Politiker das Volk verschulden um den Markt zu unterstützen, ist das so,
wie wenn ein Gärtner das Wasser von den Pflanzen nimmt, und in den Ozean gießt.

Die Aufgabe der Kindeserziehung besteht nicht darin, das Kind vor allem Übel zu beschützen,
sondern darin, dem Kind die richtigen Lebensprinzipien beizubringen.

So verhält es sich auch mit der Politik!

Die Politik ist nicht dazu da, um dem Volk die Probleme abzunehmen,
sondern dazu, um richtige Regulierungen und Prinzipien einzuführen,
nach denen sich das Volk wie auch die Wirtschaft zu richten haben.

Weder Politik noch Wirtschaft kann Wohlstand schaffen,
sondern nur das Volk kann sich SELBST den Wohlstand schaffen - wenn man es läßt.
Doch dazu braucht es richtige Regulierungen und Gesetze,
nach den natürlichen und universellen Prinzipien.

©Demetrius Degen
23,10,11

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