Die universellen Gesetze 2/7

2. Das göttliche Prinzip:

Das göttliche Prinzip auf Erden:

„Wie im Himmel, so auf Erden!“ So steht es geschrieben. Das hat mehrere Bedeutungen, doch eine Bedeutung ist, dass die Prinzipien des Himmels - (s. Entstehen) - auch auf Erden zum Entstehen kommen.
Die Zweiheit des Himmels ist nun auf Erden verhältnismäßig einfach zu erkennen. Es sind die zwei Pole zwischen denen das Leben als Spannung existiert. Zu erkennen sind diese Pole sehr einfach: Südpol/Nordpol, warm/kalt, schnell/ langsam, gut/böse, weich/hart, fest/flüssig, Tag/Nacht, Mann/Frau, usw. Doch die erste Polarisation was ZEIT UND RAUM.
Zwischen diesen zwei Polen, existiert das Leben. Denn durch diese Polarität, durch diese SPANNUNG, entsteht das Streben nach der einen - oder anderen Seite. Dieses Streben lässt, wie gezeigt, das Leben auf Erden entstehen.
In Wirklichkeit sind diese beiden Pole Ergänzungshälften, die nach Einheit streben. So wie Mann und Frau eine Einheit anstreben und durch die körperliche Vereinigung ein neues Leben entsteht. Es entsteht eine Spannung zwischen den beiden gegensätzlichen Polen, eine Sehnsucht, dem anderen Pol gleich zu werden (im eigentlichen Sinne EINS zu werden mit dem anderen Pol).
So ist persönliche Liebe nur STREBEN nach EINSWERDUNG. Diese Sehnsucht bedingt das irdische Leben. Im irdischen Leben ist der Mensch körperlich „gefangen“ in den beiden Polen von Zeit und Raum.
Das ganze Leben ist Streben und Sehnen nach EINSWERDUNG – im eigentlichen Sinne des göttlichen Geistfunken im Menschen nach der universellen Seele.

Wenn es nun diese beiden Pole gibt, so muss es auch diese Dreiheit auf Erden geben. Wo ist sie zu erkennen?

Die Dimensionen: Länge, Breite und Höhe.
Die Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Zustände: Erkennen, Verstehen, Sein...
Die Zeitmessung: Sekunden, Minuten, Stunden.... Tag, Monat, Jahr, usw.
Die Aggregatzustände: Fest, flüssig, gasförmig.
Das, was wir vom Weltall sehen: Sonne Mond und Sterne.
Weiter noch: Sonnensystem, Galaxie, Universum.
Selbst bis ins kleinste Atom: Neutronen, Protonen, Elektronen.
Das Blut: Rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplasma.
Die drei Lebenskreisläufe im Körper: Blutbahnen, Nervenbahnen und Meridiane (Akupunktur).

Eigentlich kann man das unendlich weiterführen, denn alles, was existiert und funktioniert, MUSS diese Dreiheit in sich tragen. (das SEIENDE = Seelische, die Zuneigung = Geistige und die Abneigung = Materielle). Die gesamte materielle Natur unterliegt diesen 3 Erscheinungsweisen. Alles, was funktionieren soll, auf der materiellen Ebene, MUSS diese 3 Komponenten aufweisen.

Denn nicht umsonst heißt es: Alle guten Dinge sind DREI.

Als Erscheinungsweise wird es darum bezeichnet, weil das Ganze im Materiellen, als diese 3 Komponenten in ERSCHEINUNG tritt. In der Bhagavad Gita werden die drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur sehr gut dargestellt.

Hier ein Beispiel: 14.5 „Die materielle Natur besteht aus den drei Erscheinungsweisen Reinheit, Leidenschaft und Unwissenheit. Wenn das Lebewesen mit der Natur in Berührung kommt, wird es von diesen drei Erscheinungsweisen bedingt.“
14.9 „ In der Erscheinungsweise der Reinheit wird man von Glück bedingt, in Leidenschaft von den Früchten der Handlung und in Unwissenheit von Verrücktheit.“

Wie das Licht, das durch ein Prisma gestrahlt wird, in drei Grundfarben „zerfällt“, so wird die EINHEIT im Materiellen in diese drei Erscheinungsweisen transferiert. Doch der Ursprung ist das Licht, die Erscheinung sind diese drei Grundfarben.

Da es nun diese Polarität gibt, muss, nach dem Gesetz, diese Dreiheit auch zwei mal in Erscheinung treten. Einmal im Positiven und einmal im Negativen. Somit kommen wir wieder zur Schöpfungsgeschichte: Denn entsprechend der Polarisation und der Dreiheit entstand die Erde – das ganze materielle Dasein.

UNBELEBT (negativ) .................................................................................. BELEBT (positiv)
Luft - Wasser - Erde .............................................................................. Pflanzen - Tiere - Menschen

Diese Dreiheit besteht immer aus diesen drei Aspekten:

einem materiellen - (die grobe Art), Erde - Pflanzen
einem geistigen - (die feinere Art), Wasser - Tiere und
einem seelischen - (die feinste Art) Luft - Menschen

Die drei Aspekte Gottes, die oben schon angesprochen wurden,

(Materie) - (Geist) - (Seele)
werden in der Bhagavad Gita als
(Unwissenheit) - (Leidenschaft) - (Reinheit)
bezeichnet.

Diese drei Aspekte des Gottes, sowohl im Positiven, wie auch im Negativen, versinnbildlichen die sechs Tage der Schöpfung. Was natürlich keine sechs Tage waren, sondern ein Evolutionsprozess. Die sechs Tage sollen nur das Prinzip zeigen, auf dem die Schöpfung aufgebaut ist. Der Ursprung dieser Schöpfung ist die Einheit...Gott!

Darum die Aussage: Bibel: „Am 7. Tage sollst du ruhen IN GOTT, in der Einheit, im Ursprung.“

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